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Für
Flüchtlinge im Asylverfahren oder mit Status der Duldung
existieren in
Deutschland an alltäglichen Orten unsichtbare Grenzen. Sie dürfen sich z.B. aufgrund der sogenannten "Residenzpflicht" nur innerhalb eines ihnen zugewiesenen Bereiches bewegen. Gleichzeitig werden sie verpflichtet, in Flüchtlingsheimen und -lagern oft am Rande oder außerhalb von Siedlungs- gebieten zu wohnen. |
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Gutscheinsysteme
statt Bargeldleistungen, aber auch Personenkontrollen
von als "fremd" wahrgenommenen Menschen an Bahnhöfen und in Zügen führen zur Markierung von Flüchtlingen und tragen zur gesellschaftlichen Isolation bei. Die Ausstellung ›Residenzpflicht — Invisible Borders‹ dokumentiert anhand von Modellen, Plänen, Texten, Fotografien und einem kurzen Film die dabei produzierte Geografie mehrfacher Einsperrung und Ausgrenzung, die durch sie verursachte Raumwahrnehmung aber auch Strategien des Widerstands. Die Fotos dieser Seite zeigen die Ausstellung im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin. Der Plan links zeigt einen Musteraufbau in einem 150 m2 großen Raum. ![]() |
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Schematisches
Modell
des
Asylverfahres
Das
Asylverfahren in Deutschland ist ein juristisch sehr komplexer
Vorgang. In einem
Modell werden die verzweigten Wege durch das Verfahren, die in |
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| Audiofeature
"Die
Freiheit
nehm'
ich
Dir!" der Naturfreundejugend Berlin
>>> Ein Hörspiel über die Ungleichheit des Reisens. Während Europäer_innen selbstverständlich internationale Reisen in die ganze Welt unternehmen, werden Europas Außengrenzen immer stärker gegen unerwünschte Flüchtlinge und Migrant_innen abgesichert. "Die Freiheit nehm' ich Dir!" setzt sich mit dem Privileg der Reisefreiheit auseinander. > Link zum Download bei der Naturfreundejugend Berlin |
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<<< Das
Flüchtlingsheim in Luckenwalde im Landkreis Teltow-Fläming
Drei
Flüchtlingsheime in Brandenburg sind in der Ausstellung durch
Modelle Im Fall
von Luckenwalde erläutert die Flüchtlingsinitiative Refugees
Emancipation |
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| Die
Situation in Berlin >>> Am Beispiel von Berlin ist durch Zitate und Modelle dargestellt, welche Auswirkungen die häufig nach rassistischen Mustern vorgenommenen Personenkontrollen an Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen auf Flüchtlinge haben, die sich ohne Erlaubnis ihrer Ausländerbehörde in einer Großstadt aufhalten. Alltägliche Orte werden dabei zu unsichtbaren Grenzen und zu Orten der Gefahr. |
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Das
Flüchtlingsheim
in
Hennigsdorf
und der Landkreis Oberhavel
Das Flüchtlingsheim in Hennigsdorf befindet sich in einer ehemaligen NVA-Kaserne nur einen Kilometer außerhalb der Berliner Stadtgrenze. Dennoch müssen Flüchtlinge, die dort untergebracht sind, für jede Fahrt nach Berlin eine Erlaubnis bei der Ausländerbehörde in der Kreisstadt Oranienburg beantragen. Statt Bargeld erhalten sie Gutscheine, die nur in bestimmten Geschäften und selbst dort nicht für alle Produkte gültig sind. Karten, Modelle und Texte zeigen auf, wie im Alltag die verschiedenen Maßnahmen der Einsperrung und Ausgrenzung ineinandergreifen. Fotos der Landkreisgrenze, die unspektakulär durch Felder, Wiesen und Wälder verläuft und achtlos von der Infrastruktur durchkreuzt wird, verweisen auf die Absurdität, die Trennlinie administrativer Zuständigkeiten zu einer tatsächlich räumlichen Grenze zu machen. |
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| Kurzfilm
"Bürgerinformation" >>> Ein zehnminütiger Film zeigt Ausschnitte aus Gesprächen, in denen eine imaginäre Arbeitsgruppe innere Sicherheit Oberhavel „ganz normale“ Passant_innen zwischen Berlin und dem Landkreis Oberhavel damit konfrontiert, dass auch sie in Zukunft jedes Verlassen des Landkreises bei den Behörden beantragen müssen. |
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Das
Flüchtlingsheim
Perleberg
im
Landkreis Prignitz sowie das Videofeature von
Max Kratzer "Residenzpflicht" aus der Werkgruppe "Asyl in Deutschland" (2010) |
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| Poster
zu
antirassistischen
Veranstaltungen
und
Demonstrationen
>>> Die Poster dokumentieren den seit vielen Jahren von Flüchtlingen und Unterstützer_innen geführten Kampf für gleiche Rechte und damit gegen die Residenzpflicht, lagerartige Unterbringung, Gutscheinsysteme und Abschiebungen. |